Kaum zu glauben: 2012 wird das Dutzend jährlicher Irish Spring Festival Tourneen voll werden. Aus Irland, Nordirland, Schottland, Wales, England, aber auch der keltischen Diaspora in USA, Kanada bis hin nach Neuseeland kamen die bisherigen Irish Spring Künstler. Dieses Mal steigen ausschließlich Musiker aus Irland auf deutsche Bühnen, um mit Gesang, Instrumentals und Tänzen den deutschen Frühling auf lebendige Art einzuläuten. Seit der Premiere im Jahre 2001 hat sich Irish Spring vom Geheimtipp zum wohl wichtigsten keltischen Frühlings-Folk-Festival hierzulande entwickelt. Mittlerweile gastiert die Musiker-Karawane an 24 Tagen in 24 Städten, anders war der ungebrochenen Begeisterung des Publikums für das besondere Festival nicht beizukommen.
Hier kann man in angenehmen Veranstaltungsorten wunderbarer Musik auf akustischen Instrumenten lauschen, mitsingen, mitklatschen oder tanzen, wenn genügend Platz da ist. Oder man kann ein dunkles Bier genießen, mit den Künstlern am CD-Stand plaudern und vielleicht sogar neue Freundschaften schließen, fast als wäre man in Irland, wo die Musik mitten unter den Menschen lebt. Konsequente Ausrichtung auf hohes künstlerisches Niveau, stilistische Vielfalt, lockere Präsentation und nicht zuletzt das Ohr am Herzschlag des irischen Musik-Kosmos haben dem Festival einen exzellenten Ruf bei Zuschauern, Künstlern und Veranstaltern verschafft. Die Experten, aber auch die steigende Zahl junger neuer Fans können sich auf einen spannenden Abend mit hohem „Erfrischungsfaktor“ und einer immer wieder neuen Musik freuen.
Der Jubiläumsjahrgang wartet mit ganz besonderen Überraschungen auf: Zum ersten Mal wird eine All-Star-Band speziell nur für das Festival gegründet: In TULSK treffen Alan Doherty, der Herr der Ringe - Flötist und Enfant Terrible des Irish Folk, der vielseitige Sean Regan, Sänger Alan Burke und Master of Bass Kelvin Busher mit einem Ziel aufeinander : dieses Power Quartett will einen musikalischen Wirbelsturm entfesseln, schließlich galt der mythische Ort Tulsk in Roscommon als Tor zur Unterwelt !
2012 wird erneut eine virtuose Tänzerin den Staub von den Bühnen-Brettern fegen und nicht nur den Tanzfreunden großen Applaus entlocken: EMMA O'SULLIVAN erhielt den All-Ireland Meister-Titel im Sean Nos Dance, der Urform des irischen Tanzes, aus dem schließlich Riverdance hervorging. Emma führt uns zurück in die Zeit, als nicht auf der Bühne sondern etwa in der Küche in großen Pfannen, auf Whiskeyfässern oder mit einem Besen als Tanzpartner getanzt wurde.
Aus dem stürmischen Donegal kommen zwei weitere besonders auffallende Programmpunkte: FIDIL, drei gestandene irische Männer mit nichts als drei Geigen, so farbenreich, virtuos und begeisternd gespielt, dass man kein weiteres Instrument vermisst. Demgegenüber stehen THE HENRY GIRLS, drei bezaubernde Schwestern, deren vokale Intensität vom rauen Klima des irischen Nordens geprägt ist, die aber immer wieder auch den Blick in die Ferne bis nach Amerika schweifen lassen...
Kein Irish Spring Festival ging bisher ohne eine Session als "Festival Finale" zu Ende. Das wird auch 2012 so sein, wenn alle Musiker noch einmal die Bühne stürmen und das Publikum mitreißen, in einen Sog aus Songs und Tänzen, bis der Vorhang fällt...